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Hintergrund


Angesichts der gewachsenen Herausforderungen für Unternehmen in einer globalisierten Weltwirtschaft ist der Bedarf für eine vorausschauende Unternehmensplanung kontinuierlich gewachsen. Seit Mitte der 1990er Jahren zeigt sich vor allem in Großunternehmen eine Entwicklung zum Aufbau eigener Kapazitäten auf dem Gebiet der Trend- und Zukunftsforschung. Es lassen sich dabei drei grundsätzliche Modelle erkennen: Zukunftsforschung als organisational quer liegende eigene Abteilung, als integrierte Funktion in einer Unternehmensabteilung oder als temporäre Aufgabe im Rahmen von Einzelprojekten. In ihrer systematischen Zukunftsarbeit greifen Großunternehmen auf erprobte Methoden wie Szenarientechnik, Expertenbefragung und Delphi-Verfahren zurück, wie erst die Studie des Sekretariats für Zukunftsforschung und dann die Arbeiten der Z_punkt GmbH gezeigt haben. Für diese Formen der organisational verankerten strategischen Vorausschau hat sich nach 2000 der Begriff „Corporate Foresight“ etabliert. Corporate Foresight hilft Großunternehmen, Umfeldveränderungen zu monitoren, neue Märkte zu erkennen, veränderte Kundenbedürfnisse wahrzunehmen, neue Technologien und Innovationsfelder frühzeitig zu erkennen und dieses Zukunftswissen in unternehmerisches Handeln zu übersetzen.

Mittelständische Unternehmen haben einen vergleichbaren Bedarf an Foresight, unterliegen jedoch verschiedenen Restriktionen, vor allem in Form von Ressourcenengpässen und geringerer Personalausstattung. Dabei sind deutsche Mittelständler in Branchen aktiv, die in zunehmendem Maße von Internationalisierung und sich verkürzenden Innovationszyklen gekennzeichnet sind, weshalb systematisches Zukunftswissen auch für sie an Bedeutung gewinnt.


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